Gänseblümchen
kleines Tausendschön
sanftes Gesichtsdampfbad vorbereiten
Ein kleiner Frühlingsbote voller Lebensfreude
Wenn die ersten Gänseblümchen ihre Blütenköpfchen der Sonne entgegenstrecken, ist der Frühling nicht mehr weit. Kaum eine Wildpflanze verbindet man so sehr mit unbeschwerten Kindheitstagen, bunten Blumenkränzen und den ersten warmen Tagen des Jahres. Doch hinter ihrer zarten Erscheinung verbirgt sich eine erstaunlich robuste Pflanze mit langer Tradition in der Volksheilkunde.
Das Gänseblümchen gehört zu den ersten Blüten des Frühlings. Sobald die Sonne die Wiesen erwärmt, streckt es seine Blütenköpfchen dem Licht entgegen. Am Abend in der Dämmerung oder bei Regen schließen sich die Blüten wieder.
Gesichtsdampfbad mit Gänseblümchen
Für ein einfaches Gesichtsdampfbad eignet sich eine Handvoll frischer Blütenköpfchen oder etwa ein Esslöffel getrockneter Blüten.
Die Blüten mit heißem Wasser übergießen. Anschließend das Gesicht über die Schüssel halten und den Kopf mit einem Handtuch bedecken, damit der Dampf länger erhalten bleibt.
Das Dampfbad wird traditionell bei Erkältungen geschätzt und kann gleichzeitig gestresste Haut beruhigen.
Achtung: Ausreichend Abstand zum heißen Wasser halten, um Verbrühungen zu vermeiden.
Zum Probieren und Genießen
Wer das Gänseblümchen bisher nur angesehen hat, darf sich ruhig trauen, einmal ein Blütenköpfchen zu kosten.
Die Blüten besitzen einen milden, leicht nussigen Geschmack und eignen sich als essbare Dekoration für Salate, Kräuterbutter oder Frühlingsgerichte.
Auch in Teemischungen wird das Gänseblümchen gerne verwendet.
Früher sagte man, die ersten drei Gänseblümchen des Jahres sollten gegessen werden, um den Stoffwechsel nach dem Winter anzuregen und gesund in den Frühling zu starten.
Botanische Besonderheiten
Die weißen Zungenblüten sind häufig zart rosa gefärbt. Diese Färbung dient als natürlicher Sonnenschutz.
Besonders beeindruckend ist die Widerstandskraft der Pflanze. Selbst wenn sie niedergetreten oder gemäht wird, treibt sie schnell wieder aus und bildet neue Blüten.
Für die Ernte gilt die Mittagszeit als besonders günstig, da die Blüten dann vollständig geöffnet sind.
Inhaltsstoffe
Das Gänseblümchen enthält unter anderem:
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Saponine
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Gerbstoffe
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Bitterstoffe
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Flavonoide
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Schleimstoffe
Diese Inhaltsstoffe machen das Gänseblümchen zu einer beliebten Pflanze in der traditionellen europäischen Kräuterkunde.
Traditionelle Verwendung
In manchen Regionen wird das Gänseblümchen auch die „kleine Schwester der Arnika“ genannt.
In der Homöopathie ist es unter dem Namen Bellis perennis bekannt und wird dort traditionell bei blauen Flecken, tiefen Prellungen und Verstauchungen angewendet.
Eine Pflanze für Leichtigkeit
Das Gänseblümchen erinnert viele Menschen an unbeschwerte Kindheitstage. Es schenkt Leichtigkeit, weckt Frühlingsgefühle und zeigt uns, dass selbst die kleinsten Pflanzen eine besondere Schönheit besitzen.
Vielleicht ist es gerade diese Mischung aus Zartheit und Widerstandskraft, die das Gänseblümchen zu einer der beliebtesten Wildpflanzen macht.
Achtung
Wie bei allen Wildpflanzen sollten nur Pflanzen gesammelt werden, die sicher bestimmt wurden und nicht an stark befahrenen Straßen oder belasteten Standorten wachsen.